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Sein und Zeit

Das Thema Buddhismus und Zen im Besonderen interessiert und beschäftigt mich schon eine Weile. Ich übe Zazen und meditiere im Allgemeinen mal mehr, mal weniger … in letzter Zeit wieder weniger. Hier möchte ich mal meine Zusammenfassung zu diesem Thema teilen, welche ich mir aus Büchern etc. zusammengetragen habe. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte.

 

Buddhismus 

Dass Besitz und die mannigfachen materiellen und sinnlichen Befriedigungsmöglichkeiten nicht zu Erfüllung führen, ist eine Einsicht, die gerade unsere Nachkriegsgesellschaft schmerzhaft zur Kenntnis nehmen muß.

Auch das Klettern auf der Karriereleiter, die Suche nach Anerkennung und Prestige haben ganz offensichtlich nicht das erwünschte Ergebnis. Gesellschaftliche und technische „Fortschritte“ zeigen mehr und mehr ihre Schwächen und Schattenseiten.

Der Buddhismus ist für intellektuell Interessierte attraktiv. Er verfügt über ein anspruchsvolles Gedankengebäude und eine hochentwickelte Philosophie (Logik, Metaphysik, Ethik …). Seine religiösen Lehren haben rationale Begründungen und sollen auch soweit wie möglich verstandesmäßig nachvollziehbar sein. Diese Lehren umfassen detaillierte Erklärungen elementarer Lebensfragen wie die der vor­ und nachtodlichen Existenz, die des Karma und so weiter.

Der Buddhismus ist für die an Gefühl und Emotion orientierten Menschen attraktiv, weil er sie ebenso auf der Gemütsebene anspricht und die Entfaltung ihrer inneren Qualitäten ermöglicht. Die Kultivierung seelischer Kräfte wie liebende Güte, Mitempfinden, Mitfreude und Gleichmut ist Teil seines Weges.

Ähnliches gilt für eher verinnerlichte und kontemplative Menschen. Das Angebot der Meditation und der systematischen Geistesschulung sowie seine mystischen Elemente machen ihn anziehend. Der Buddhismus hat eine Kultur der Stille geschaffen und ermöglicht ein sinnvolles Leben auch in Zurückgezogenheit; Elemente, die in unserer Gesellschaft insgesamt ihren Stellenwert vermissen.

Umgekehrt ist der Buddhismus für (nach aussen hin) aktive Menschen nicht weniger sympathisch. Seine umfassende Ethik, unter Einschluss der Tiere und der materiellen Umwelt, eröffnet ein weites Feld des sozialen und des ökologischen Engagements. Das Bodhisattva­-Ideal des Mahayana steht hierfür in besonderen Masse, und der Begriff des engagierten Buddhismus hat gerade in den letzten Jahren eine mobilisierende Wirkung gehabt. Schliesslich: Für Anhänger, die künstlerische Ambitionen haben oder sensorisch­ und körperorientiert sind, bietet er ebenfalls ausreichende Anknüpfungspunkte. Seine vielfältigen Rituale und seine ausgefeilte Liturgie sind für viele Grundlage ihres religiösen Lebens. Die japanischen Schulungswege und spirituell orientierten Künste wie Kyudo, Ikebana und so weiter will ich daneben als weitere Ausdrucksformen erwähnen.

Der Buddha war nie (in einem negativen Sinn) missionierend (schon gar nicht gewaltsam) und hat sich lediglich als „Wegweiser“ verstanden.

Es ist oft die Frage aufgeworfen worden, ob der Buddhismus eine Religion ist. Tatsächlich ist das Dharma eine umfassende Weisheits­ und Wirklichkeitslehre jenseits der engen Grenzen westlicher Einteilungen und Zuordnungen. Die buddhistische Spiritualität beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz und kann nur in der Zusammenschau ihrer verschiedener Momente verstanden werden.

Dazu zählt selbstverständlich der religiöser Aspekt, das heißt die Rückbindung an eine andere und höhere Wirklichkeit und Wahrheit. Lehre und Praxis wollen die vorgefundene begrenzte Alltagswirklichkeit transzendieren.

Der philosophische Aspekt des Buddhismus ist mit der systematischen Erklärung der Daseinsgesetzlichkeiten und ihrer begrifflichen Fixierung gegeben.

Eine Psychologie ist er insofern, als er auf die gründliche Selbstbeobachtung und Erforschung des (menschlichen) Geistes und seine Beeinflussung setzt. Und schließlich umfaßt er eine Ethik mit genauen Anleitungen und Empfehlungen für das alltägliche Begegnungsleben (in Anlehnung an Anagarika Govinda).

Stille und Einsicht sind gleichermaßen Wesensmerkmale der Meditation. In ihr geht es einerseits um innere Reinheit und Harmonie, um Ausgeglichenheit und Gelassenheit, um Zufriedenheit, inneres Glück und tiefen Frieden.

Der Buddhismus ist antidogmatisch.

Die Daseinsgesetzlichkeit als solche ist letzte Autorität, nicht Personen und ihre Lehren sind es, nicht einmal Religionsgründer.

Erfahrung der Unzulänglichkeit (dukkha) des Lebens und der gesamten Existenz zurück und auf den unveräusserlichen Wunsch aller Wesen nach Wohl und nach Vermeidung von Elend.

Buddhistische Religiosität besitzt eine doppelte Grundlage: saddha und panna, wie es im Pali heißt. Saddha ist eine innere Haltung und Einstellung, der annäherungsweise der „Glaube“ des Christentums entspricht.

Panna bedeutet Weisheit. Die buddhistische Lehre ist erfahrungsbezogen und betrachtet die eigene Einsicht als unabdingbar für die Erlösung.

Empfohlen werden zunächst „Gebefreudigkeit“ und „Grosszügigkeit“, die helfen sollen, das Ego aufzubrechen, und die den Einstieg in die Spiritualität überhaupt eröffnen.

Der zweite Aspekt ist „Ethik“, d.h. das rücksichtsvolle und wohlwollende Verhalten der Menschen zueinander auf allen Gebieten der zwischenmenschlichen Begegnung.

„Transzendenz“ beinhaltet als dritte Ebene Themen wie Tod und Fortexistenz oder „jenseitige“ Daseinsmöglichkeiten und weist über den unmittelbaren Erfahrungshorizont unseres irdischen Lebens hinaus.

Mystik, das Übersteigen von Sinneswahrnehmung und Denken handelt von der Überwindung der Welt der Dualität und den Möglichkeiten des inneren Friedens im Erleben von Einheit.

Dhamma ist das Ursprüngliche und Entscheidende: die verkündete Wirklichkeit und das verheißene Ziel.

Buddhisten sollten kritisch genug sein, ihre Erwartungen und Ideale und die Realität zu unterscheiden. Sie sollten wissen, was die Weisheitslehre des Buddha (dharma) und was „Buddhismus“ (sasana) ist.

Wo Hass existiert, gibt es auch die Fähigkeit der Liebe, wo es Begehren gibt, ist auch Loslassen möglich.

„Anders werden“ ist ein konventioneller Ausdruck, der einer praktisch orientierten Sicht des Lebens entspricht. Daneben ist eine weitere Perspektive der Betrachtung möglich. Tatsächlich bezeichnet der Buddha unser „Herz“ als rein und „strahlend“. Gewöhnlich ist es jedoch durch negative Eigenschaften und Gewohnheiten verunreinigt. So gesehen brauchen „wir“ nicht anders oder andere werden. Es gilt lediglich, diese Unreinheiten ­ die gar nicht wesensmässig zu uns gehören ­ zu beseitigen. Ich will ein gängiges Gleichnis dafür anfügen: Der Himmel ist stets strahlend blau, aber oft von dunklen Wolken verhangen. Der Himmel braucht sich nicht zu wandeln; wenn seine Verdunklungen beseitigt werden, leuchtet er. Das hat er immer getan, auch wenn wir es nicht sahen.

Die buddhistische Lehre versteht sich als eine Wirklichkeitslehre, die beschreiben will, wie die Dinge tatsächlich sind. Ihre Kernaussage: Alle (weltlichen) Phänomene haben Ursachen, sie sind bedingt ­durch die eigene Lebens­- und Leidenssituation. Veränderte Bedingungen führen zu veränderten Gegebenheiten, und das eigene Verhalten (die eigene Anstrengung) ist eine entscheidende Komponente in diesem Zusammenhang.

Leiden hat keinen „Sinn“. Es ist! ­aus Unwissenheit entstanden. Aber da sein Entstehen und Vergehen aus buddhistischer Sicht erklärbar ist, braucht es nicht hingenommen zu werden. Es kann restlos und für immer getilgt werden. Wieder gilt dabei der Massstab der Fortexistenz. Es ist gewiß so, daß es uns in diesem einen Leben nicht gelingt, die Leidensfreiheit zu erlangen, aber das ist nicht entscheidend. Im übrigen verspricht auch der Buddha keine leidlose Welt, die kann es gar nicht geben. Aber Freiheit vom Leiden, die gibt es.

Der Buddha betont immer wieder den Realismus seiner Lehre, die eine reine Wirklichkeitslehre sein will. Sein Urteil über die (materielle) Welt basiert auf minuziöser Beobachtung. Die Welt wird nicht „abgewertet“, sondern in ihrer tatsächlichen Beschaffenheit beschrieben und zwar als vergänglich, uns nie ganz erfüllend und bedingt entstanden. Der Buddha war nicht weltverliebt, und er hat sie nicht verachtet, er hat nur ihre Gewordenheit und ihre Unzulänglichkeit durchschaut und deshalb völlig von ihr gelassen. Nur so konnte er das Unnennbare, Ungestaltete, aber Leidlose finden, den makellosen Frieden, Nirvana.

 


Theorie des Buddhismus 

Die Aufgabe des Buddhismus ist es, den Menschen weg vom Leiden zu führen und ihm einen Weg zum vollkommenen Glück aufzuzeigen. Der Buddhismus ist für alle Menschen offen, ganz gleich welchen Geschlechts, welcher Nationalität und sozialer Herkunft. Es ist eine Religion, die den Menschen, den Weg aus Unvollkommenheit und Leid hin zu Harmonie und Glück weisen will. Toleranz, Dialogbereitschaft, Dogmen-Freiheit und Gewaltlosigkeit sind weitere prägende Merkmale.

Buddha (Der Erwachte) = Siddhartha Gautama aka Buddha Shakyamuni (Der Weise aus dem Geschlecht Shakya), 566 – 486 v. Ch. in Lumbini (dem heutigen Nepal) geboren, Erleuchtung in Bodhgaya (dem heutigen Bihar(Indien)) unter einer Pappelfeige (Baum der Weisheit/Bodhi-Baum)

Theravada und Mahayana

Nach dem Tod von „Buddha“ der nur in Indien lehrte, entwickelten sich mehrere Stilrichtungen, Strömungen, Meinungen und Schulen, die Lehre Buddhas auf verschiedene Weise interpretierten und um- und abwandelten. Sie legten unterschiedliche Gewichtungen auf verschiedene Bestandteile von Buddhas Lehre. Daraus entwickelten sich zwei grosse Strömungen des Buddhismus, die Theravada-Schule und die Mahayana-Schule.

  1. Theravada (Schule der Ältesten, Kleiner Weg bzw. Kleines Fahrzeug)

Die Theravada-Schule gelangte von Indien aus nach Südasien (Sri Lanka, Thailand, Kambodscha und Myanmar. Sie stützt sich ausschliesslich auf die alten, original überlieferten Schriften (Tipitaka oder Pali-Kanon) der Lehre Buddhas, die damals nur Gelehrten zugänglich war. Die Schriften standen damals nur gebildeten Mönchen (Arhtas) zur Verfügung, sodass die Mönche zuerst versuchten selbst Erleuchtung zu erlangen. Und die Texte und Lehren wurden nur innerhalb der Mönchsgemeinde geteilt. Sodass die Allgemeinheit keinen Vorteil hatte. Im Theravada geht es vornehmlich nur um die eigene Erleuchtung.

  1. Mahayana (Grosser Weg bzw. Grosses Fahrzeug)

Die Mahayana-Schule verbreitete sich von Indien über Tibet, China, Korea und Japan. Über die damalige Seidenstrasse gelang sie immer weiter nach Osten und stiess auf verschiedene ortsansässige Glauben, Riten und Gebräuche und (Natur-)Religionen. Im Unterschied zum Theravada wollte Mahayana die buddhistische Lehre jedermann öffnen. Das war ein Problem für Lehrer und Meister, da der Haupteil Ostasien noch Analphabeten waren und kein Interesse an anspruchsvollen Darlegungen hatten, bediente sich der Mahayana ebenfalls der bereits vorhandenen örtlichen Glaubenssysteme und Eigenheiten der einzelnen Länder. Die Bevölkerung wollten etwas Handfestes, etwa Heilige, die sie anbeten konnten. So übernahm der Mahayana Heilige aus den verschiedenen Kulturen, verabreichte ihnen Namen und Eigenschaften und verband sie mit der buddhistischen Lehre. So entstanden „heilige Buddhas“, die jedermann anbeten konnte, um spirituelle Kraft zu erlangen und dem Einzelnen auf dem Weg dem Erleuchtungsweg helfen sollten. Die Mahayana-Schule erfand auch so genannte „Budhisattvas“. Das sind Menschen, die anderen liebevoll, mitfühlend und selbstlos auf dem Weg zur Erleuchtung helfen sollen (sie werden teils wie Götter verehrt und angebetet). Zen gehört der Mahayana-Strömung an. 

Buddhismus in China

In China wurde der Buddhismus mit dem Konfuzianismus und dem Daoismus bereichert. Es entstand entstand die unverwechselbare Mischung, der sogenannte Chan-Buddhismus. Chan ist das ursprüngliche Zen. Der Legende nach kam 500 v. Ch. ein erleuchteter Buddhist namens Bodhidharma aus Indien nach China. Er war der erste authentische Chan-Meister oder auch Patriarch genannt (der zweite war Dazu Huike). Heute noch bekannte Chan-Schulen: Rinzai und Soto. In Japan wurde dann aus Chan —> Zen.

Buddhismus in Japan

Der Weg des Chan-Buddhismus führte über Korea nach Japan. Dort vermischte sich die Chan-Lehre mit der dort vorherrschenden Shinto-Religion. Das chinesische Wort Chan wurde in die japanische Sprache übertragen und wurde zu ZEN. 

 


Die vier edlen Wahrheiten

  1. Das Leben ist leidvoll
  2. Wie Leiden entsteht 
  3. Das leidvolle Leben kann beendet werden
  4. Der Weg, das Leiden zu beenden 

Die erste edle Wahrheit – Das Leben ist leidvoll

„Wahrlich, ihr Mönche, das ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist leidvoll, Alter ist leidvoll, Krankheit ist leidvoll, der Tod ist leidvoll, mit Unlieben vereint, von Lieben getrennt sind ist leidvoll, nicht erlangen, was man begehrt ist leidvoll, kurz die fünf Gruppen von Daseinsfaktoren, die das Hängen (Anhaftung) an der Welt verursachen sind leidvoll.“

Die zweite edle Wahrheit – Wie Leiden entsteht

„Dies fürwahr, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Entstehen des Leidens: Es ist der Durst (…), der Durst nach Begierden, der Durst nach dem Werden, der Durst nach dem Entwerden.“ (Gier, Hass, Anhaftung unseres Egos sind die Grundprobleme des Leidens, Haben, statt zu Sein)

Die dritte edle Wahrheit – Das leidvolle Leben kann beendet werden 

„Fürwahr, ihr Mönche, dies ist die edle Wahrheit von dem Vergehen des Leidens: jenes Vergehen durch das restlose Aufgeben der Leidenschaft; die Entsagung, das Verlassen, das Freiwerden, das sich Abwenden von dem Durst.“ (Eins mit allem zu sein und völlig im Hier und Jetzt zu leben (die Buddha-Natur), frei von Sorgen, Verblendungen und falschen Vorstellungen (die uns das Ego vormacht),

Die vierte edle Wahrheit – Der Weg, das Leiden zu beenden

„Dies wahrlich, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Wege, der zur Vernichtung des Leidens führt. Es ist der *edle achtfache Pfad*, der da heisst: Rechte Einsicht, rechter Entschluss, rechte Rede, rechte Tat, rechter Wandel, rechtes Streben, rechte Wachheit und rechte Versenkung.“

 


Der achtfache Pfad

  1. Rechte Einsicht 

„Und was, ihr Mönche, ist die rechte Einsicht? Nun, ihr Mönche, das Wissen von Leiden, das Wissen von der Entstehung des Leidens, das Wissen von der Aufhebung des Leidens, das Wissen von dem zur Aufhebung des Leidens führender Pfad.“ (Verstehen der edlen vier Wahrheiten)

  1. Rechter Entschluss

„Und was, ihr Mönche, ist der rechte Entschluss? Der Entschluss zur Entsagung, der Entschluss zur Enthaltung von Bosheit, der Entschluss des Nichtschädigens.“ (Bodhi-Geist, rechte Gesinnung für den Buddhismus)

  1. Rechte Rede

„Und was, Ihr Mönche, ist die rechte Rede? Der Lüge sich enthalten, der Verleumdung sich enthalten, der Grobheit sich enthalten, des Plapperns sich enthalten …“ (Lossagen von: Lügen, entzweiende Reden, harte Reden, sinnloses Geschwätz)

  1. Rechte Tat

„Und was, Ihr Mönche, ist die rechte Tat? Des Umbringens von Lebewesen sich enthalten, des Nehmens von Nichtgegebenem sich enthalten, des unsittlichen Liebeslebens sich enthalten …“ (nicht stehlen, nicht töten, sittlich Leben)

  1. Rechter Wandel

„Und was, ihr Mönche, ist der rechte Wandel? Wenn hier, o Mönche, ein edler Anhänger falschen Wandel aufgegeben hat und ein Leben rechten Wandels führt …“ (Lebensstil ohne unrechte Taten und unrechte Handlungen)

  1. Rechtes Streben

„Und was, ihr Mönche, ist das rechte Streben? Da, o ihr Mönche, spannt ein Mönch den Willen an, um nicht entstandenen böse, unheilvolle Dinge nicht erst entstehen zu lassen; er müht sich, strengt sich an; er übt das Gemüt, ertüchtigt es. Er spannt seinen Willen an, um nicht entstandenen heilsame Dinge zum Entstehen zu bringen; er müht sich, strengt sich an; er übt das Gemüt, ertüchtigt es. Er spannt seinen Willen an, um entstandenen heilsame Dinge zur Festigung, nicht zur Lockerung, zur Vervielfachung, zur Entwicklung, zur Entfaltung, zur Vollendung zu bringen; er müht sich, strengt sich an: Er übt das Gemüt, ertüchtigt es …“ (Nicht aufgeben, auch wenn es mal schlecht läuft; Alles ist im Fluss und ergibt sich zu seiner Zeit. Was gibt es mehr zu gewinnen als ein befreites und glückliches Leben!?)

  1. Rechte Wahrheit

„Und was, ihr Mönche, ist die rechte Wahrheit? Da, o Mönche, verharrt der Mönch beim Körper über den Körper wachend, eifrig, einsichtig, aufmerksam, nach Aufgabe von Gier und Unmut …“ (Achtsamkeit ist das A und O, das viel gelobte Leben im Hier und Jetzt)

  1. Rechte Versenkung

„Und was, Ihr Mönche, ist die rechte Versenkung? Da, o Mönche, verharrt der Mönch fern von Begierden, fern von unheilbaren Gedanken …“ (Meditation)

 


Die drei Kostbarkeiten

Die Lehren des Buddhismus basieren auf drei sogenannte Kostbarkeiten: Buddha, Dharma und Sangha.

  1. Buddha dankbar sein, dass er die Wahrheit damals selbst herausgefunden hat und diese anderen weitergegeben hat. 
  2. Dharma ist die Lehre über das universelle Gesetz unserer Welt, die universelle Leerheit der Welt. Die Welt ist reines Da-Sein und existiert ohne irgendeine Beurteilung oder Frage nach dem Warum und Woher und was als nächstes passiert -> Die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. 
  3. Sangha ist die Gemeinschaft der spirituell Suchenden -> Gruppe der Weggefährten (Gesamtheit aller Menschen)

Die Besonderheit von ZEN

 ZEN ist das, was Buddha intuitiv erlebte. Das, was er dazu aussprach, ist Theravada und Mahayana. ZEN ist die Lehre der Leerheit. ZEN ist ZEN.

Zen

… ist eine der vielen Schulrichtungen des Buddhismus und ist an keine Religion und Glaubensrichtung gebunden.

… ist die Essenz alles spirituellen und religiösen Wege.

… lehnt jeder Art dogmatischer Lehre ab.

… nutzt neben der meditativen Bewusstmachung unter anderem die Technik der Achtsamkeit und Konzentration

… um angstfrei und frei im dauerhaften (befreiten) Zustand (voller Glück und Harmonie) zu leben, müssen wir zuerst unseren verwirrten Ego-Geisteszustandes loslassen, um die selbst produzierte Traumwelt (imaginäre Welt von falschen Projektionen, Modellen und Konzepten) zu durchbrechen und zu erkennen, dass wir die ganze Zeit schon erleuchtet waren.

… ist auf das direkte Erleben der wahren Natur (Buddha-Natur, Leerheit) ausgerichtet.

… ist die reine Erfahrung der wahren Natur des Menschen fernab von jeder Illusion und Verblendung und dadurch eine direkte Erfahrung des Diesseits möglich ist.

… unterscheidet sich in 3 geistige Zustände: 1. Erwachen (Satori), 2. Erleuchtung und 3. Nirwana

Satori führt zu einem erwachten Bewusstseinszustand. Das Satori ist das Einswerden mit der Leerheit, das spirituelle Erwachen. Satori ist die mentale Reinigungsphase, um danach die Erleuchtung und das Nirwana zu erfahren/erlangen.

Der Weg zur Erleuchtung und zum Nirwana führt über das Loslassen. Loslassen von alten Vorstellungen, von Meinungen, Wahrheiten, Verhaltensmustern, Überzeugungen, Loslassen vom Ego, vom rationalen Geist. Loslassen vom Loslassen. 

Nirwana ist gleichbedeutend mit unerschütterlicher Gelassenheit, Ruhe und Frieden. Ein erleuchteter Geisteszustand stützt in allen Lebenslagen und lässt alle Probleme abprallen. Kann man den Zustand dauerhaft beibehalten, ist man in das Nirwana eingetreten.

 

 

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