Eine Nacht im Tesla Model S

„Ihr Auto kann Lüftung, Temperatur und Innenbeleuchtung aufrechterhalten sowie Musik abspielen und Geräte mit Strom versorgen, wenn der Camping-Modus aktiviert ist“

Das wollte ich mal ausprobieren. Und welch’ Zufall: wollte doch Kumpel Tobi über Ostern seinen umgebauten Ford Transit austesten und auch probeschlafen. Also haben wir spontan jeder einen Stellplatz auf dem Campingplatz Paradiso am Luganersee in Melano gebucht. Im Vorfeld hatte ich ein paar Videos zum Thema «Camp Mode» gesehen und nach passenden Matratzen gesucht. Das Ende vom Lied: Es wurde eine stinknormale Campingmatraze für CHF 24.90 (200 cm x 137 cm x 22 cm). Für den Test sollte es reichen.

Also ging es am Samstag los: Bettzeug ins Auto, einkaufen und ab ins Tessin. Da der Stellplatz erst ab 14:00 Uhr frei war, haben wir es entspannt angehen lassen: Kaffeepause an der Raststätte Bellinzona Nord und von da aus sind wir noch gemütlich nach Lugano rein und haben uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Apropos Sonne: Die schien dann doch recht stark, dass wir im H&M mir erstmal eine Spatzenkappe holen mussten 🙂

 

Nach dem Stadtbummel sind wir dann weiter nach Melano – unserem Zielort. Gegen 15:15 Uhr haben wir dann neues Terrain betreten bzw. befahren: Einen Campingplatz. Was haben die uns angeschaut …

Nach anfänglichem Problem mit dem Strom (keine Verlängerung dabei, zwei Mal die Sicherung durchgehauen), konnten wir dann den Platz tauschen und der Stromer nuckelte genüsslich mit 1 kW und 6 A an der Steckdose. Rechnerisch hätten wir keinen Strom gebraucht, aber ich habe es zur Sicherheit mitgebucht. Nach der Aufregung hatten wir erstmal eine Pause verdient. Wir gingen zur Osteria auf dem Platz und genossen die neue Camping-Atmosphäre. Wir konnten es noch nicht wirklich fassen, was wir da machen … mussten öfters lachen (über das Treiben der Camper), waren aber guter Dinge, dass unser Experiment gut geht.

 

Nach unserer Pause hatten wir es uns am Platz gemütlich gemacht, die neuen Stühle aufgestellt und eine Pilsette in der Sonne genossen … warten auf den Profi.

 

Gegen 17:00 Uhr kamen dann Tobi & Doreen an. Nach dem er alles eingerichtet, und ich die Matratze samt Schlafplatz parat gemacht hatte, ging es feuchtfröhlich weiter. Später wurde dann lecker gekocht und im Windschatten des Fords der Abend verbracht. Den Stadtjacken wurde es irgendwann zu frisch, so dass der Kamin im Tesla langsam vorgeheizt wurde … Sender Bettlaken.

 

Dann kam der spannende Teil: Schlafen im Tesla! Also fix umziehen und ab ins Auto. Den Camping Modus aktiviert, Heck per App geschlossen und Heizung auf 24 °C gestellt. Gute Nacht …

 

Und, was soll ich sagen: Es ging. Also eine Woche würde ich das nicht machen wollen, aber 1 – 3 Nächte wäre das voll ok. Die Nachttemperaturen sind auf 8 °C gesunken, aber da der Tesla die ganze Nach geheizt hat, haben wir davon nicht gemerkt … und dank Klimaautomatik war das Luft im Innenraum perfekt und die Fenster nicht beschlagen. Und der Graus – Nachts auf die Toilette zu müssen – traf nicht ein. Unsere Nacht war gegen 7 Uhr zu Ende. Wir mussten aufs WC 🙂 Der Platz schlief noch. Wir machten einen Spaziergang und hofften, dass es bald Frühstück gab. Gegen 8:30 Uhr mussten dann auch Tobi & Doreen aufstehen … immer diese Langschläfer. 😉

 

Der frühe Vogel … kurz nach 10 Uhr standen wir schon am Supercharger Melide (5km vom Campingplatz entfernt), wo wir knapp 20 min geladen haben. Spaziergang, Sonne getankt und fertig. Die anderen haben sich entschieden, bis Montag zu bleiben und nach Lugano zu fahren.

 

Da es noch früh, und das Wetter so schön war, entschieden wir uns, einen Halt in Bellinzona zu machen. Danach ging es dann entspannt nach Hause …

 

Alles in Allem: Zwei schöne Tage. Abenteuer und Entspannung. Aber: zuhause im eigenen Bett zu schlafen, ist doch am schönsten 🙂

 

 

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